Daniel Heinz – Von Kinderzeichnungen zur eigenen Kunst

Daniel Heinz – Wenn Tiere atmen lernen

Als Kind saß ich oft neben meiner Mutter am Küchentisch. Vor mir lagen Buntstifte, Papier und eine kleine Welt voller Farben. Ich kritzelte, malte, experimentierte – einfach drauflos. Ich liebte es, wie Farbe wirkt, wie Striche zu Formen werden.

In der Schule begann ich, Ausmalbilder für meine Mitschüler zu zeichnen und für ein paar Cent zu verkaufen. Damit finanzierte ich mir meine Pausensüßigkeiten – und ohne es zu merken, trainierte ich täglich meine Hand. Bald kannte man mich als „den, der zeichnen kann". Ein einfacher Satz, der mich prägte und mir Mut gab.

Die Schule

Während meiner dreijährigen Ausbildung zum Glas- und Porzellanmaler in Kaufbeuren lernte ich präzises Reproduzieren. Es ging weniger um Fotorealismus – vieles war abstrakt, dekorativ oder stilisiert. Aber ich lernte, Motive exakt zu übertragen, Farben perfekt zu mischen und handwerklich sauber zu arbeiten. Eine Schule der Genauigkeit.

Schon in meiner Kindheit zeigte mir meine Mutter die Werke von Iwan Aivazovsky. Seine Meeresgemälde, ihre Tiefe und ihr Realismus, brannten sich in meinen Geist. Dieser Maßstab begleitet mich bis heute.

Der harte Start

Nach der Ausbildung machte ich mich sofort selbstständig. Ohne Plan. Ohne Marketingwissen. Ohne zu wissen, welche Motive Menschen überhaupt wollten.
Ich malte einfach.

Autos. Motorräder. Porträts.
Dann Tiere.

Und irgendwann sagte jemand zu mir:

„Deine Tiere atmen."

Dieser Satz wurde zu einem Wendepunkt.

Acrylgemälde Rotfuchs Porträt, expressive Malweise mit dicken, pastosen Pinselstrichen im Fell.

Fuchs im Winter, Acrylgemälde, Jahr 2019, Privatsammlung in Deutschland

Mein Schlafzimmer wurde zum Atelier

Ich glaubte lange nicht, dass man mit Kunst wirklich Geld verdienen kann. Während des Tags der offenen Tür in der Glas- und Schmuckschule sah ich zwar, dass Menschen Kunst schätzen – aber der Glaube an mich selbst fehlte noch.

Der Anstoß kam von meiner Schwester: Sie stellte kleine Acrylgemälde auf Kleinanzeigen ein, einfach um ein wenig nebenbei zu verdienen. Und zu meiner Überraschung verkauften sie sich. Das weckte etwas in mir.

Ich begann ebenfalls, meine ersten Werke online und später auf Flohmärkten zu verkaufen. Verdiente wenig – aber als Jugendlicher aus einer armen Familie war der erste selbstverdiente Hunderter ein riesiger Triumph.

Mein Schlafzimmer verwandelte ich kurzerhand in ein Atelier. Kund*innen kamen zu mir nach Hause, standen zwischen meinem Bett und gestapelten Leinwänden und kauften dort meine Werke. Es war eng – aber es war der Anfang.

Das erste Jahr? Es gab Aufträge, aber sehr wenig Verdienst.
Die nächsten Jahre? Mit jeder Erfahrung stiegen die Preise langsam, aber stetig.
Ich lernte, meine Arbeit wertzuschätzen – und meine Kund*innen taten es ebenso.

Warum Tiere?

Als Kind wünschte ich mir immer ein eigenes Haustier – ein Wunsch, der nie erfüllt wurde. Vielleicht wurden Tiere deshalb zu meinen Begleitern auf der Leinwand. Ich mag sie alle: ihre Ruhe, ihre Kraft, ihre Persönlichkeit.

Dann entdeckte ich Künstler wie Rudolf Vogl („Voka") und Konstantin Korovin. Ihre wilden, freien Pinselstriche elektrisierten mich.
Diese Bewegung! Diese Energie! Dieses Unperfekte im Perfekten!

Ich begann, diese expressive Freiheit mit meinem präzisen, reproduktiven Handwerk zu verbinden. Zwei Pole, die sich überraschend gut ergänzen.
So entstand mein eigener Stil: semi-abstrakt, expressiv und dennoch klar in der Form.

Abstraktes Acrylgemälde, sehr bunt und expressiv, mit Spachteltechnik und dynamischen Pinselstrichen in Rot, Blau und Gelb.

"The Moment of Decision", Acrylgemälde, 140 x 145 cm, Jahr 2024, Privatsammlung in der Schweiz

„Breathing Stillness" – atmende Stille

Heute male ich Tiere in zwei Varianten:

Buntrealistisch – farbstark, lebendig, fast musikalisch

Realistisch mit wilden Pinselstrichen – kraftvoll, roh, aber voller Seele

Ein Wolf, dessen Fell man fast spüren kann, obwohl die Striche grob und frei sind.
Meine Tiere sind nicht bloße Motive.
Sie tragen Präsenz.
Sie atmen.

Acrylgemälde Wildschwein Porträt, expressive Malweise mit pastosen, weißen und blauen Pinselstrichen vor dunklem Hintergrund.

Wildschwein, Acrylgemälde, 50 x 40 cm

Der Moment, an dem ich merkte, dass es vorwärtsgeht

Ich hatte nie diesen einen großen Durchbruch. Kein plötzliches Viral gehen, kein explosionsartiger Erfolg.
Was ich hatte – und bis heute habe – ist kontinuierlicher Fortschritt.

Mein Stil entwickelte sich, meine Technik wurde stärker, und mit den Jahren lernte ich, meine Arbeit mehr wertzuschätzen. Damit stiegen auch die Preise – langsam, aber stetig. Ebenso wuchs meine Kundschaft: erst ein paar Interessierte, dann Stammkund*innen, dann die ersten größeren Projekte.

Vielleicht war es die Einladung nach Südkorea.
Vielleicht mein gereifter Stil.
Vielleicht einfach die Summe aller Stunden, die ich ins Malen investiert habe.

Was ich heute weiß:
Nichts kam über Nacht – aber alles kam, weil ich nie aufgehört habe.

Heute arbeite ich Vollzeit an meinen Werken aus meinem Atelier heraus. Über 820 meiner Arbeiten hängen bereits in Wohnzimmern, Büros und Sammlungen – von Leipzig bis New York, von der Schweiz bis Südkorea.

Jedes Tier braucht Wochen intensiver Arbeit. Ich nehme bewusst nur begrenzte Aufträge an, damit jedes Werk die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Meine Sammler schätzen genau das: Kein Massenprodukt, sondern ein Unikat mit Seele.

Und ich bin dankbar: meiner Mutter, meinen Lehrern und all den Menschen, die mich seit Jahren unterstützen, an mich glauben und meine Arbeit in ihre Räume holen.

Was meine Kunst für dein Zuhause bedeutet

Wenn du eines meiner Werke an deiner Wand hast, holst du dir nicht einfach Dekoration ins Haus.
Du holst dir ein Wesen nach Hause – eingefangen in einem stillen, kraftvollen Moment zwischen Ruhe und Bewegung.

Jeden Tag kannst du etwas Neues entdecken:
das Schimmern im Fell, den Blick, der je nach Licht anders wirkt, die Energie, die in den Pinselstrichen steckt.

Meine Mission ist klar:
Tiere mit Würde zu zeigen – als einzigartige, kraftvolle Lebewesen, nicht als hübsche Deko.

Acrylgemälde Dreier-Set Tierporträts (Löwe, Raben, Leopard) hängt als Dekoration über verschiedenen Sideboards und Sesseln.

Welches Tier ruft dich?

Vielleicht ist es der Tiger – kraftvoll, unbändig.
Vielleicht der Wolf – loyal, frei.
Oder ein Wesen, das ich noch für dich erschaffen darf.

Jedes meiner Werke entsteht in enger Abstimmung mit dir. Wir sprechen über deine Vision, deinen Raum, die Energie, die du suchst. Am Ende hängst du kein Bild auf – du holst dir einen Begleiter ins Haus.

Welches Tier spricht dich an? Stöbere durch meine Galerie oder schreib mir – ich berate dich gerne bei der Auswahl oder schaffe ein persönliches Werk für dich.

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar